Gefahrgutzug übt den Ernstfall in Schnelldorf

Am 28.04.2018 stand für den Gefahrgutzug Ansbach-Land, zu dem die Feuerwehren aus Schnelldorf, Gailroth, Feuchtwangen und Rothenburg zählen, die jährliche Großübung auf dem Programm. Diesmal wurde die Übung bei der Fa. Groninger in Schnelldorf durchgeführt. Angenommen wurde ein Transportunfall, welcher sich beim Anliefern von Probematerial ereignete. Dies sollte der Grund für das Zusammenspiel mit dem Gefahrgutzug auf die Probe stellen, um im Ernstfall gut gerüstet zu sein.

Zunächst wurde nur die Feuerwehr Schnelldorf alarmiert, da man von einem Brandalarm ausgegangen war, welcher durch einen sogenannten Handdruckmelder über die Brandmeldeanlage Alarm geschlagen hatte. Als die Feuerwehr aus Schnelldorf, als örtlich zuständige Wehr, mit einem Fahrzeug an die Einsatzstelle kam, stellte sich das Bild jedoch als ein etwas anderes als zunächst angedacht war heraus. Ein Behältnis mit 1000 Liter entzündbarer, ätzender Flüssigkeit befüllt, war beim Abladen von einem LKW von dessen Ladebordwand gerollt und eine Böschung hinunter gestürzt. Der LKW Fahrer wurde durch den leckgeschlagenen Behälter vom Gefahrstoff an der Kleidung kontaminiert. Ein Trupp unter Atemschutzeinsatz erkundete die Lage rund um die Gefahrenstelle und stellte fest, das sich um den Behälter eine explosionsfähige Atmosphäre gebildet hatte. Aufgrund dieser ersten Erkenntnisse trifft der Gruppenführer vor Ort die einzig richtige Entscheidung – Alarm für den Gefahrgutzug Ansbach Land. Während sich die Fahrzeuge aus den weiteren 3 Wehren auf den Weg nach Schnelldorf machen, wird die Geduld der Einsatzkräfte vor Ort auf eine harte Probe gestellt. Den LKW - Fahrer erstversorgen, Aufstellflächen für die nachrückenden Fahrzeuge organisieren und einen Verantwortlichen der Firma zum Schadenereignis befragen, sowie den Brandschutz sicherstellen, mehr können sie bis zum Eintreffen der Spezialkräfte nicht tun ohne sich selbst zu gefährden. Als der Gefahrgutzug schließlich mit vielen Fahrzeugen eintrifft, geht alles verhältnismäßig schnell. Der Zugführer bespricht sich mit seinen weiteren Führungskräften vor Ort und dem Verantwortlichen der Firma, um das weitere Vorgehen im Detail abzustimmen. Im Nu sind auch Kräfte mit Chemikalienschutzanzügen ausgerüstet, welche den weiteren Einsatz übernehmen. Die Feuerwehren kümmern sich zudem um alle weiteren Arbeiten wie Brandschutz, Absicherungen, Dekontamination der eingesetzten Trupps mit dem Chemikalienschutzanzug usw. Durch das Team in den roten Schutzanzügen wird das Umpumpen des Gefahrstoffes in ein anderes Behältnis, sowie weitere Messungen der Umgebungsluft durchgeführt. Nach einiger Zeit und harter Arbeit kann Entwarnung gegeben werden. Am Ende sind sich Kommandant Marcus Lechner der Schnelldorfer Wehr, und alle beteiligten Führungskräfte der Feuerwehr und die anwesenden Geschäftsführer Jens und Volker Groninger mit Familie sowie der Betriebsleiter des Standortes Schnelldorf Herr Gerhard Brenner einig. Das Zusammenspiel hat sehr gut geklappt und die Übung hat für alle Seiten viele neue Erkenntnisse und Sichtweisen zu Tage gebracht. Geschäftsführer Volker Groninger äußerte sich im Nachgang zu der Übung vor der angetretenen Mannschaft von 58 Feuerwehrdienstleistenden sehr positiv und beeindruckt vom Übungsverlauf, beschloss mit der Aussage "sich bei der Feuerwehr wohl aufgehoben zu fühlen" die umfangreiche Übung, und lud alle Beteiligten zu einer Stärkung ein.

 

QuelleQuelle:

  • 28.04.2018 Gefahrgutuebung1
  • 28.04.2018 Gefahrgutuebung2
  • 28.04.2018 Gefahrgutuebung3
  • 28.04.2018 Gefahrgutuebung4
  • 28.04.2018 Gefahrgutuebung5
  • 28.04.2018 Gefahrgutuebung6
  • 28.04.2018 Gefahrgutuebung7
  • 28.04.2018 Gefahrgutuebung8

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