Retten aus dem Turm

Per Drehleiter aus dem Fenster ROTHENBURG (clk) –
Ein kleines Fenster im Rathaus kann im Notfall sehr wichtig werden: Brennt es im Rathausturm, wird es zum Notausgang. Per Drehleiter müsste dann die Feuerwehr die Menschen retten. Das hat sie am Montagabend getestet.

Stadtbaudirektor Michael Knappe erklärt: „Dadurch, dass wir für das Rathaus einen Aufzug bauen, ändert sich auch das Brandschutzkonzept für das Gebäude.“
Deshalb habe die Stadt von der Rothenburger Feuerwehr überprüfen lassen, inwieweit eine Rettung durch das Fenster durch eine Drehleiter der Wehr möglich ist –
und wie lange das dauert. Dazu rückte Stadtbrandinspektor Jürgen Holstein mit einem Kollegen an, sie „retteten“ Andreas Hauf vom Städtischen Bauamt in der Dunkelheit aus dem Fenster.
Nach knapp vier Minuten war dieser sicher am Boden. „Eine gute Zeit“, erklärte Knappe gegenüber unserer Zeitung. Hochgerechnet auf die 20 erlaubten Besucher,
die sich gleichzeitig im Rathausturm aufhalten dürfen, passe das in den vorgegebenen Zeitrahmen von rund eineinhalb Stunden. So lange hält laut dem Stadtbaudirektor die Feuerschutztür einem Brand statt,
sollte im Rathaus selbst ein Brand wüten. Übrigens: Im Zuge der Übung entdeckten die Feuerwehrleute Verlorenes von Touristen auf dem
Dach des Rathauses: zum Beispiel ein Tablet, das wohl einem Turm-Besucher aus der Hand gefallen ist.

 

© FLZ

 

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